Die richtigen Fallen für sein Boot auswählen


→ Schot und Fall am Boot: Wie wählt man richtig?
Das Bootsfall ist ein wesentliches Element, um die Windkraft in den Segeln zu kontrollieren und das Beste daraus zu machen, um sicher zu segeln.
Um ein Bootsfall auszuwählen, das zu Ihrem Segelboot passt, müssen mehrere Schlüsselkriterien berücksichtigt werden: geringe Dehnung unter Spannung, angemessene Bruchfestigkeit und gute Haltbarkeit je nach Bootstyp und Segelpraxis. Die zahlreichen Optionen hinsichtlich Materialien, Konstruktionen und Ausführungen ermöglichen es jedem Segler, das ideale Bootsfall für seine Konfiguration und seine Bedürfnisse auf See zu finden.
Bevor Sie Ihre Wahl der Fälle und Schoten am Boot treffen, sollten Sie die Bruchlast der Segelfall kennen.
Diese berechnet sich wie folgt: Segelfläche (m²) x Windgeschwindigkeit² (in Knoten) x 0,021 = Arbeitslast (in daN) x 5.
Es ist auch wichtig, die maximale Bruchlast, die Festigkeit, den Durchmesser sowie die Länge zu kennen. Die richtige Wahl des Bootsfalls ist daher ein entscheidender Schritt bei der Ausstattung Ihres Segelbootes.
Hinzu kommt, dass es 3 Arten von Fallen und 3 Arten von Schoten gibt, die jeweils Fock, Großsegel und Spinnaker genannt werden.
→ Unterschied zwischen Fall und Schot
Auf einem Segelboot sind die Bootsfälle und die Schoten zwei wesentliche Taue der laufenden Takelage, von denen jedes eine klar definierte Funktion hat. Das Bootsfal dient dazu, ein Segel zu setzen oder zu bergen, das heißt, es entlang des Mastes hochzuziehen oder herunterzulassen. Jedes Segel verfügt in der Regel über seinen eigenen Fall, wie das Großsegel oder die Genua. Ein Bootsfal wirkt also vertikal und ermöglicht es dem Segel, den Wind zu erfassen oder freizugeben.
Eine Schot dient dazu, den Winkel des Segels zum Wind einzustellen und spielt eine entscheidende Rolle bei der Fortbewegung des Bootes. Sie wirkt horizontal, indem sie das Segel je nach Kurs und gewählter Richtung öffnet oder schließt.
Der Unterschied zwischen Fall und Schot liegt also in ihrer Funktion: Das Fall wirkt vertikal, um das Segel zu positionieren, während die Schot horizontal wirkt, um es auszurichten. Jede Bootstau ist unverzichtbar, um eine optimale Einstellung der Segel zu ermöglichen und die Windkraft bestmöglich zu nutzen.
→ Keine Dehnung für Ihre Fallen und Schoten?
Fallen und Schoten müssen nicht unbedingt dehnbar sein, da sie unter Spannung bleiben sollten, um Ihr Segel zu halten.
Daher sollten die üblichen Manöver so installiert werden, dass sie eine große Stabilität bieten und die Übertragung der durch den Wind gespeicherten Energie fördern. Schließlich sollte, je nach Ihrem Segelmodell und seinen Eigenschaften, auf eine gute Abstimmung zwischen diesem und der Faser, aus der das Tau besteht, geachtet werden.
Zu dehnbare Bootsfallen führen dazu, dass die Segel bei zunehmendem Wind übermäßig durchhängen, was ihre Stabilität beeinträchtigt und die Leistung am Wind erheblich reduziert.
Zur Information: Die durchschnittliche Dehnung eines Falles (oder einer Schot) liegt in etwa bei:
➡️ 4 % bis 7 % für die Fallen und Schoten aus Polyesterfaser mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis
➡️ unter 1 % für die Fallen und Schoten aus Dyneema-Faser (oder hochmodulares Polyethylen) für mehr Leistung auf dem Wasser
Eine präzise Einstellung der Segel ist unerlässlich, um die volle Leistung Ihres Segelbootes zu genießen. Wenn die Fallen oder Schoten eine zu große Elastizität aufweisen, dehnen sie sich unter Belastung, was die Segelstellung verändert und ihre Effizienz gegen den Wind verringert.


→ Wie bestimmt man das Gewicht Ihrer Bootstalje oder Fallleine?
Um das ideale Gewicht Ihrer Bootstaljen und Fallen zu bestimmen, müssen mehrere Faktoren berücksichtigt werden: die Art der Manöver, die Größe des Bootes, die übliche Windstärke und die für das Tauwerk verwendeten Materialien.
Im Allgemeinen gilt: Je größer das Boot und je höher die Lasten, desto stärker müssen das Tauwerk und der Durchmesser der Bootstalje oder Fallleine angepasst werden. Wir empfehlen Ihnen auch, die Empfehlungen des Herstellers Ihres Segelbootes und Ihres Bootszubehörs zu beachten.
Schließlich ist es wichtig, ein leichtes, aber widerstandsfähiges Tauwerk zu wählen, um das Gewicht im Bootsrigging zu begrenzen und gleichzeitig die Sicherheit und Effizienz der Manöver zu gewährleisten.


Welche Fallenleine für den Wettkampf?
Unter der großen Auswahl an Bootstaue , die auf unserer Website verfügbar ist, finden Sie gängige Manöver, die Ihnen helfen, bei Wettkämpfen oder Regatten sicher zu agieren.
Tatsächlich können Sie Bootstaue bei Lalizas oder der Marke Malo Motion finden, die technische High-Performance-Leinen mit Dyneema-Kern herstellt, welche hohe Festigkeit und sehr geringe Dehnung bieten – ideal für Wettkampfleistung.
→ Wie bestimmt man das Gewicht Ihrer Bootshalsschot?
Aufgrund der beträchtlichen Länge der Halsschoten und Fallen kann ihr Gewicht pro Meter (in Gramm pro Meter) zu einem wichtigen Auswahlkriterium werden.
Regattasegler achten insbesondere auf das Gewicht der Bootshalsschoten, um die Masse in der Höhe des Riggs zu begrenzen. In diesem Fall werden Hochleistungs-Tauwerk, das Leichtigkeit und Reißfestigkeit kombiniert, besonders empfohlen.
Bei leichtem Wind spielt das Gewicht der Taue ebenfalls eine Schlüsselrolle. Leichte Segel wie Spinnaker, Gennaker, leichte Genoa oder Code 0 können durch zu schwere Fallen benachteiligt werden, da diese auf den Fallenpunkten lasten und ihre Tragfähigkeit beeinträchtigen.


→ Welche Größe sollten Fallen und Schoten auf dem Boot haben?
Wenn Sie Fallen oder Schoten ersetzen, deren aktuelle Längen Ihnen passen, ist es am einfachsten, sie direkt zu messen. Andernfalls gelten einige Standardempfehlungen für die Mehrheit der Segelboote.
Für die Fallen plant man in der Regel eine Länge von etwa dem 2,5-fachen der Mastlänge ein. Ist die Falle über ein Blocksystem am Mastkopf geführt (um die Kräfte zu reduzieren), sollte man zusätzlich eine Mastlänge hinzufügen, also insgesamt etwa das 3,5-fache dieser Höhe.
Bei den Schoten hängt die Länge von der jeweiligen Segelart ab: Für die Großsegel rechnet man das 2- bis 2,5-fache der Bootslänge (abhängig von der Anzahl der Stränge im Fall), für die Genua 1,5- bis 2-fach und für Spischoten und -baum etwa das 2,5-fache der Bootslänge.




→ Welche Faser für Ihr Bootstakel und Ihre Bootsschot?
Die Hauptfasern, aus denen die Kerne und Ummantelungen der in diesem Leitfaden erwähnten Standardtakelungen bestehen, sind Polyester und Dyneema. Deshalb finden Sie ein breites Produktsortiment, das aus diesen Fasern besteht.
➡️ Polyester: am häufigsten verwendete Faser
Das Bootsseil aus Polyesterfaser wird tatsächlich sehr häufig zur Herstellung von Leinen verwendet. Einige Modelle sind vorgedehnt und thermisch stabilisiert. Sein schnelles Trocknen, die Flexibilität und die UV-Beständigkeit machen es zu einem idealen Material, das allerdings nicht schwimmt. Dasselbe Polyesterseil wird beispielsweise für den Pollerstopper-Knoten verwendet.
➡️ Dyneema: neue Technologie für Ihre Regatten
Das Segeltau aus Dyneemafaser gilt als revolutionäre Faser, da es eine sehr geringe Dehnung aufweist. Auch als hochmodulares Polyethylen bezeichnet, wird es bei der Herstellung von Spannungs- und Bedienleinen verwendet.
Darüber hinaus macht die Kombination aus hoher Bruchfestigkeit und unbedingter Leichtigkeit (7-mal leichter als Stahl) diese Faser ideal, wenn Leistung auf See gefragt ist.
Zudem liegt ihre Leistung darin, dass sie perfekt an das Wasserumfeld angepasst ist. Neben all den bereits genannten Eigenschaften ist diese Faser UV-beständig, ermüdungsresistent, hydrophob (also schwimmfähig) und ermöglicht eine Reduzierung des Durchmessers Ihrer Bedienleinen. Ihr Preis ist daher höher als der von Polyester.
Dennoch sollten Sie vorsichtshalber überprüfen, ob Ihre Selbsthalter und Klemmen kompatibel sind, falls der Durchmesser Ihres Bootsseils reduziert wird.
→ Finden Sie Fallen und Schoten für Boote bei Nautisports
Die richtige Wahl des Tauwerks für Segel ist entscheidend, um die Leistung, Sicherheit und Lebensdauer Ihres Takelwerks zu gewährleisten.
Egal, ob Sie Ihre Segel setzen oder ihre Form anpassen, jedes Tau hat an Bord eine ganz bestimmte Funktion. Wählen Sie Materialien, die zu Ihrem Segelprogramm passen, achten Sie auf die richtige Länge und den richtigen Durchmesser und vergessen Sie nicht die regelmäßige Pflege, um vorzeitigen Verschleiß zu vermeiden.
Mit einer gut ausgewählten Bootsfalle oder Segelschot gewinnen Sie an Komfort, Effizienz … und Vergnügen auf dem Wasser!






































































